Die nächste Veranstaltung mit Zoom – der große Schritt nach Meetings?

Vor wenigen Wochen hat der Videokonferenz-Anbieter Zoom bekannt gegeben, dass nun auch virtuelle Veranstaltungen über die Plattform stattfinden können. Und jetzt? Welche Möglichkeiten ergeben sich für Produktmanager:innen, Vertriebler:innen, die Kommunikation und weitere Einheiten der pharmazeutischen Industrie? Die einfache Antwort: Unmengen. Hier ein Einblick.

Die vergangenen eineinhalb Jahre habe ich mir immer und immer wieder die Frage gestellt, ob wir in ein paar Jahren einen globalen Anbieter von Videkonferenzen am Markt sehen werden; oder ob wir noch immer zwischen Zoom, MS-Teams und Webex hin- und herspringen: Um 14 Uhr in Teams, um 14:45 Uhr in Zoom, dann schnell um 15:30 ein Webex-Update installiert und um 16:00 Uhr wieder in Teams? Das können womöglich nicht alle nachempfinden, die in pharmazeutischen Organisationen arbeiten und die Kolleg:innen tagtäglich in einer von der IT vorgegebenen Software antreffen. Doch wenn Sie sich einmal in die Rolle von Ärztinnen und Ärzten versetzen wird schnell klar, von was ich spreche. Sie / er erhält erhält unterschiedlichste Einladungen über die diversen Videokonferenz-Tools, sich mit dem Innen- bzw. dem Außendienst zu Meetings zu treffen. Jedes Unternehmen hat hier andere Vorgaben – in der Hoffnung, dass diese auch mit der Klinik-IT in Einklang stehen.

Notebook mit geöffnetem Zoom-Fenster zur Teilnahme an Veranstaltungen.
Das Bild zeigt die Darstellung der Oberfläche für Veranstaltungen via Zoom.

Nach der Ankündigung im vergangenen Herbst ist Zoom nun für Veranstaltungen bereit

Dass der Markt brodelt, wird einmal mehr durch die neuesten Botschaften seitens Zoom bekannt. Der US-amerikanische Hersteller baut sein Angebot nun drastisch im Bereich Veranstaltungen aus. Angekündigt wurde dies bereits im Herbst letzten Jahres – nun ist die Funktion auch bei uns in Deutschland verfügbar. 

Genau gesagt punktet Zoom damit, dass von nun an nicht nur Meetings oder Webinare mit der Software abgehalten werden können. Veranstaltungen können im Backend so angelegt werden, dass angemeldete User:innen sich unter anderem:

  • Bereits vor dem Event online in der virtuellen Lobby treffen und austauschen können
  • Auf verschiedenen Bühnen können parallel Vorträge stattfinden
  • In anderen Bereichen kann zeitgleich heiter diskutiert wird
  • Es wird die Möglichkeit geschaffen, das Programm des Kongresses bzw. der Veranstaltung einzusehen, sich Informationen über die Speaker anzeigen zu lassen  und mehr. 

Die Videokonferenz-Software kann auch im Bereich von CME-Fortbildungen weitere Relevanz gewinnen

Schauen wir uns an dieser Stelle auch einmal das Thema Tracking der User:innen an. Ein graues Feld: wo fangen Sie an, was ist mit den Bestimmungen des Unternehmens vereinbar und wo endet es. Im Endeffekt bewegen wir uns hier auf einem sehr schmalen Grad. Doch richtig interessant können die neuen Funktionen, die die Software mitbringt, auch in Bezug auf CME-Veranstaltungen sein. Komfortabel bekommen Sie hier nicht nur den Namen der jeweiligen Person übermittelt und ob sie tatsächlich während der Fortbildung anwesend gewesen ist. Sie können ebenfalls ermitteln, wie lange die jeweilige Person wirklich während der Veranstaltung anwesend war und sich so mit den Vorträgen auseinandergesetzt hat. Und ja, Umfragen und weitere Bestandteile, die Sie ansonsten aus Meetings kennen, sind nach wie vor möglich. Die nächste Fortbildung kann so komplett via Zoom realisierst werden, sprich mit weiteren Informationen zum Nachlesen über die neuesten Studienergebnisse, Poster-Informationen mit verschiedensten anderen Beiträgen über die Referierenden und mehr.

Wir erhalten also im Endeffekt eine Videokonferenz-Anwendung mit verschiedenen Bühnen und der Möglichkeit, Informationen in Schriftform abzulegen.

Mit der neuen Funktion können Veranstaltungen nun für die verschiedensten Bereiche von Unternehmen interessanter werden. Der große Vorteil besteht darin, dass ich als User:in nicht mehr zwischen Website und Applikation hin- und her springen muss.

Denis über die neue Event-Option in Zoom, Bonn

Gerade dies ist interessant, da ich mich nun nicht mehr zwischen verschiedenen Browser-und Videokonferenz-Fenstern hin und her bewege. Einmal die jeweilige Veranstaltung geöffnet, bleibe ich in eben dieser bis zum Ende derselbigen – und muss diese entsprechend nicht mehr verlassen.

Läuft der Videokonferenz-Anbieter anderen Playern nun davon?

Was bedeutet dies für ON24, SpotMe und Co.? Erst vor zwei Wochen hatte ich noch ein Gespräch in dem es hieß, man „prüfe nun, ob sich einer der oben genannten Anbieter für den Einsatz im Unternehmen eigne und wie es um das Thema Datensicherheit stehe.“ Nun aber setzt sich das Szenario in Gang, auf was ich persönlich schon länger gewartet habe: einer der global Player baut im Bereich Veranstaltungen ordentlichen Druck auf seine Mitbewerber auf. Mag sein, dass die Software aktuell nicht all die Funktionen besitzt, die mir Event-Plattformen via App und / oder Browser bieten. Geschweige denn, dass ich bei Livestreams konstant die Videoqualität für Live-Streams erhalte, die mir YouTube, Vimeo, LinkedIn Live und Co bieten.

Doch drei Punkte, die bei vielen Veranstaltungen sehr stark für den Einsatz von Zoom sprechen, sind nicht zu verleugnen und können bei der weiteren Positionierung entscheidend sein: 

  • Zoom wird international genutzt
  • Wichtig: Die Software wird nach mindestens 1,5 Jahren “Übung” von den Usern verstanden!
  • Die App / Browser-Anwendung funktioniert – und wer sich einmal zurecht gefunden hat, für die bzw. den ist die User Journey auch akzeptabel (zugegeben, der Anfang ist für viele etwas umständlich)

Wir selbst werden die neuen Möglichkeiten für hybride und rein virtuelle Veranstaltungen bereits im Spätsommer einsetzen. Auch hier kann die Software genau dann punkten, wenn ich mit Umfragen, Chat-Aufrufen und weiteren Interaktions-Elementen für den notwendigen Dialog sorgen möchte. Wer sich traut, nun als einer der Ersten die Vorteile der neuen Funktionen zu nutzen und sich den neuen Möglichkeiten gegenüber nicht verschließt, die / der kann sich hier im Marketing- und in der Stakeholder-Kommunikation wieder einmal eine hervorragende Vorreiterrolle sichern. 

Weitere Informationen und eine Demo teile ich gerne im persönlichen Gespräch.

Herzliche Grüße aus Bonn
Denis Wolff


Schreiben Sie mir Ihre Meinung gerne via E-Mail oder schicken Sie mir eine Anfrage bei LinkedIn. Ich freue mich über den Austausch!

LinkedIn Live als Chance für Unternehmen und Brands? Das sind die Vorteile!

Das Jahr 2021 ist noch jung. Die zweite Arbeitswoche hat soeben erst begonnen und bevor die nächste Videokonferenz ansteht, möchte ich die Zeit nutzen, um mal wieder einen kleinen Beitrag auf der eigenen Internetseite zu veröffentlichen. Dieses Mal über LinkedIn Live. Ich stelle Ihnen ein paar Funktionen vor, die LinkedIn Live bietet, worin Vorteile bestehen und warum es für Ihr Unternehmen / Ihre Brand sinnvoll sein kann.

LinkedIn Live: Fragen vor Ihrem ersten Livestream

  • Sind Ihre Follower auf LinkedIn offen für einen Livestream?
  • Welche Themen möchten Sie besprechen?
  • Gelingt es Ihnen, wiederkehrende Live-Veranstaltungen zu streamen?
  • Haben Sie eigenes Expertenwissen oder Speaker, die Ihre Follower interessant finden?
  • Wie sind Ihre eigenen Anforderungen an das Format?

Die vergangenen Monate haben wir so einige LinkedIn Live Events für unsere Kunden produziert. Und das sind fünf Punkte, die LinkedIn Live-Veranstaltungen interessant machen:

  1. User Engagement während des Livestreams mit Qualität
    Es ist schön zu sehen, dass das User Engagement ausgesprochen hoch ist. “Das alleine ist noch nichts besonderes.” Ja, da gebe ich Ihnen recht. Aber achten Sie mal darauf, wie die User miteinander umgehen. Der Umgangston im zeitgleichen Chat ist ein wahrer Augenschmaus und eine Freude gegenüber Ihrer Netiquette Policy. Sie richten sich mit ebendiesem Format an Follower Ihres Unternehmens – und an keine andere Person. Also an Personen – an Stakeholder – die natürlich ein Interesse daran haben, sich über das Tun Ihrer Brand zu informieren.
  2. Push Notification direkt auf das Smartphone
    User*innen erhalten direkt auf dem Smartphone / Tablet oder über die Mitteilungs-Funktion des eigenen Computers einen Hinweis, wann das Unternehmen auf Sendung ist. Sie holen Ihre Zuschauerinnen und Zuschauer also genau dann ab, wenn der Stream startet. Der Algorithmus ist hier aktuell auf der Seite der Kanalbetreiber – soll heißen: zum jetzigen Zeitpunkt erreichen Sie über LinkedIn Live deutlich mehr Personen als über die Videoplattform YouTube. Und sicher auch mehr, als via Twitter Periscope und andere Plattformen.
  3. Live-Steam in der eigenen Veranstaltung
    Sie können mit LinkedIn Live auf der Unternehmensseite live gehen, ebenso aber auch eine eigene Veranstaltung erstellen und direkt in diese streamen. Der Vorteil: Sie entscheiden über Ihre Zielgruppe. Entweder laden Sie ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Ihrer Veranstaltung ein und halten die Türen so geschlossen (Stichwort Authentifizierung) – oder Sie öffnen die Veranstaltung für alle Interessierten und teilen sie bewusst.
  4. Geobasierte Ausspielung
    Ja, auch dies ist möglich. Und es macht in manchen Fällen durchaus Sinn, ein Live-Veranstaltung regional zu beschränken. Genau dann, wenn die Veranstaltung z.B. nicht auf Englisch stattfindet, sondern in einer Sprache, die nur von einem Bruchteil Ihrer Community gesprochen wird. Warum also live gehen und alle Personen informieren, wenn diese das gesprochene Wort gar nicht verstehen können? Dann doch lieber von Beginn an richtig kommunizieren und sich nur der relevanten Zielgruppe zuwenden.
  5. LinkedIn Live fordert qualitativ hochwertige Streaminhalte
    Die Plattform selbst schreibt in den Richtlinien, dass sie doch bitte qualitativ hochwertige Formate produzieren und diese veröffentlichen. Eine der Regeln, die doch bitte alle Unternehmen, die LinkedIn Live nutzen können, beherzigen sollen. Umgekehrt bedeutet dies: streamen Sie nicht lediglich das Bild von Zoom, Microsoft Teams, Webex und Co. ins Internet. Sorgen Sie für abwechslungsreiche Formate mit Mehrwert.
LinkedIn Live Produktion in Bonn, Büro
Einblick in die Produktion virtueller Veranstaltungen auf LinkedIn und die Ausspielung via LinkedIn Live.

LinkedIn Live kann als Streaming-Format durchaus Sinn machen, auch in Ergänzung zur parallelen Bespiegelung von YouTube und Co. Dies ist genau dann der Fall, wenn Sie auch von Beginn an daran denken, Ihre Zuschauerinnen und Zuschauer mit an Board zu holen: User Engagement und Interaktivität sind die Punkte, die bei einem solchen Format besonders wichtig sind. Dann gelingt es Ihnen, mehr Potenzial aus einer digitalen Veranstaltung herauszuholen, als dies womöglich bisher der Fall ist.

Weitere Informationen erfahren Sie gerne im persönlichen Gespräch. Ein paar weitere Insights gibt es auch bereits hier und direkt auf meinem LinkedIn-Profil. Wir streamen für internationale Kunden. In einer Videokonferenz gebe ich Ihnen bei Interesse einen Einblick, was wir in den letzten Monaten realisiert haben (LinkedIn Live Veranstaltungen, Streamings auf diversen anderen Websites, virtuelle Konferenzen und mehr.).

Herzliche Grüße aus Bonn
Ihr
Denis Wolff


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Videoproduktion mit Ärzten / med. Fachkreisen via Videokonferenz

Die vergangenen Wochen waren von Umstellungen geprägt – und auch die Videokonferenz ist auf einmal im aller Munde. Im pharmazeutischen Bereich machte sich dies insbesondere durch die Absage von Kongressen und Presseveranstaltungen bemerkbar sowie dadurch, dass der Außendienst auf Besuche in Praxen und Kliniken verzichtete. Ab dann hieß es: Feuer frei für die Digitale Ansprache! Veranstaltungen wurden in Webinare umgewandelt, Gespräche mit Experten wurden über Online-Video-Kommunikationsanbieter geführt und der Vertrieb kümmerte sich vermehrt darum, den Kontakt zu Verordnern nicht einreißen zu lassen + die jeweilige Zielgruppe auf u.a. seine eigene Plattform zu lotsen.

Produktion am eigenen Schreibtisch – es kann die richtige Entscheidung sein

Die breite Bevölkerung setzte sich mit dem Thema “Digitales” vermehrt auseinander – und so wurden auch Ärzte offener im Umgang mit den digitalen Medien: wo eine Videosprechstunde bisher nicht möglich war, erschien plötzlich der jeweilige Button auf der Website. Sehr gut, der richtige Schritt – für den Arzt und den Patienten. Denn sofern keine apparative Diagnose gestellt werden muss, eignet sich die Videosprechstunde hervorragend für das Gespräch.

Im Bereich der Produktion von Experten-Talks, KOL-Interviews und Webwaren merkten wir selbst, dass sich durchaus starke Vorteile ergeben können, wenn die Referentin / der Referent in den eigenen Räumlichkeiten sitzt und die Produktion über Videokonferenz-Systeme wie Skype, FaceTime, Teams und Co. von statten geht. Wir haben die vergangene Wochen die Erfahrung gemacht, dass die jeweiligen Referenten mehr als überzeugt von dem Medium sind und sich die Videokonferenz als Videoproduktion sehr gut eignet.

Faktor Zeit – ein weiterer Pluspunkt

Ein erheblicher Vorteil besteht für alle Beteiligten in Sachen Zeit. Klar, die Reisezeit kann durch die digital realisierte Produktion aus dem Budget gestrichen werden. Aber auch für den Referenten ist es erheblich leichter, das Gespräch in den eigenen Klinik- bzw. Praxisalltag zu integrieren. Ist für größere Produktionen ein zeitlicher Aufwand von mehreren Stunden in der Praxis / Klinik notwendig, so nimmt sich der Referent für das Videotelefonat ein paar Minuten mehr – und das Ding ist in der Tasche. Über die Postproduktion kann letztlich noch einmal optimiert werden, letzte Anpassungen werden vorgenommen und die Aussagen stehen der Zielgruppe zur Verfügung.

Distribution und Einbindung

Hier unterscheidet sich das Format der Video-Konferenz-Produktion nicht von den Distributionswegen, die Sie bereits kennen und verwenden. Eingesetzt werden kann der Video-Content genau da, wo Sie ansonsten Ihre Video-Inhalte der jeweiligen Zielgruppe auch zugäugig machen.

  • Fachkreis-Website
  • Laien-Kommunikation
  • Newsletter
  • Advertorial
  • Außendienst-Besprechungen
  • Einbindung in digitale Pressekonferenzen
  • Einbezug des Mediums in Kombination mit Podcasts
  • und weiteres…

In Sachen Bildqualität gibt es natürlich Unterschiede. Wer hier anderes behauptet, spielt mit dem Feuer. Denn nach wie vor kann es immer einmal sein, dass die Bildqualität über den gesamten Zeitraum des Gesprächs nicht konstant auf gleichgutem Level gehalten werden kann. Sind Server überlastet oder ist die WLAN-Verbindung des Referenten nicht stabil, so kann es zu Einbußen kommen. Doch ist dies wirklich ein Problem? Wenn Sie mich fragen, nein! Denn es ist von Anfang an klar, dass es bei der Produktion nicht auf das perfekte Bild ankommt, sondern es sind die Aussagen, die entscheidend sind und die von hoher Relevanz sind. Kombiniert mit gutem Ton sind dies die Punkte, die wirklich wichtig sind.

Da ich mir aber sicher bin, dass ich Sie mit dieser Aussage nun etwas abschrecke, möchte ich Ihnen einfach mal zwei URLs (Referenzen) ans Herz legen. Hier können Sie sich einen Eindruck über die Qualität machen.

URL 1: https://bit.ly/3cge2Hz
URL 2: https://www.youtube.com/watch?v=s_ApdfDoZxY

Eine Chance, die genutzt werden sollte

Wie mit vielem ist es auch bei der Videoproduktion via Videokonferenz so, dass Sie sich einfach einmal darauf einlassen sollten. Entscheiden Sie sich für ein Pilotprojekt und lassen Sie es zu. Die Aufwendungen sind, verglichen mit Drehs vor Ort, überschaubarer. Es steht aber außer Frage, dass Sie auch hier auf Kompetenz setzen sollten. Wir sind die vergangenen Wochen zum Beispiel seht gut mit dem Konzept gefahren, den Referentinnen und Referenten ein LTE-Tablet für die Produktion mit an die Hand zu geben. Warum? Weil die Firewalls von Kliniken einzelne Ports, die für Videotelefonate notwendig sind, geschlossen lassen. Passiert dies, Sie haben sich damit zuvor nicht auseinandergesetzt und es kann keine Verbindung hergestellt werden, so kann in dem angedachten Umfeld definitiv keine Produktion stattfinden. Wie gesagt, auch hier kommt es wie überall auf Erfahrung und Wissen an. Aber es handelt sich um eine Chance, die vielleicht auch für Sie interessant sein kann.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Freitag! Bleiben Sie gesund, genießen Sie die sonnigen Stunden das Wochenende und arbeiten Sie nicht zu viel im Home Office. Denn tendenziell wird, wie Sie vielleicht auch bereits gemerkt haben, aktuell mehr gearbeitet.

Herzliche Grüße aus Bonn,
Ihr
Denis Wolff


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GooglePodcasts nun auch für iOS – Auditives Marketing gegenüber medizinischen Fachkreisen und Laien

Das zum Alphabet Konzern zugehörige Unternehmen Google hat seine Podcast-App “GooglePodcasts” für iOS veröffentlicht. Seit kurzer Zeit können User die App nun für das iPhone herunterladen und so Zugriff auf kostenfreie Podcast-Aufnahmen erhalten. Für Sie als Produktmanager aus dem Medizin- und Gesundheitsbereich kann dies in Zukunft genau dann interessant sein, wenn Google mehr und mehr dafür sorgt, dass Inhalte, die der Plattform exklusiv zur Verfügung gestellt werden, bevorzugt in den Suchergebnissen ausgespielt werden.

Das bietet GooglePodcasts in der iOS-Version

Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: 26. März 2020) bietet die mobile Applikation lediglich die Features, die auch andere Podcast-Anbieter zur Verfügung stellen:

  • Abo Ihrer Lieblings-Podcasts
  • Empfehlungen von Podcast-Formate / Suche nach beliebten Podcasts
  • Anpassung der Wiedergabegeschwindigkeit
  • Hinzufügen von ganzen Folgen zur Wiedergabeliste, damit Sie Inhalte ohne Unterbrechung hören können
  • Download von Inhalten, um Sie auch unterwegs ohne Internetverbindung anhören zu können
  • Smartphone, Tablet und Laptop erkennen durch die getätigte Google-Benutzer-Anmeldung, welchen Podcast Sie wie lange gehört haben. So ist das Weiterhören auf einem anderen Gerät möglich

Es handelt sich um Funktionen, die erwähnt werden sollten, die aber im Vergleich zu den Anwendungen von Mitbewerbern (Overcast, Spotify, Apple Podcasts und Co.) erst einmal keine größeren Vorteile bieten. GooglePodcasts eignet sich genau dann für Personen, wenn sie sich in der Alphabet-Welt zu Hause fühlen, zahlreiche digitale Anwendungen des Konzerns nutzen, aber trotzdem ein iPhone / iPad als mobiles Endgerät im täglichen Gebrauch haben.

GooglePodcasts im Gesundheitsmarketing

Die mobile Applikation wird als Unterstützung zu Ihren durchgeführten Marketing-Aktivitäten genau dann interessant, wenn:

  • Ads können in die Podcast-App integriert werden, vergleiche Werbeplatzierungen auf YouTube
  • PreRoll-Ad, MidRoll-Ads und EndRoll-Ads werden möglich
  • Google transkribiert bereits jetzt das gesagt Wort von Podcasts – in Zukunft kann womöglich davon ausgegangen werden, dass sich dies auf das Suchmaschinenranking auswirkt
  • Podcasts werden mehr und mehr in die allgemeinen Suchergebnisse der Suchmaschine integriert und immer öfter ausgespielt
  • Podcasts werden in der Laienkommunikation relevanter, ebenso profitiert auch das Marketing gegenüber Fachkreisen von der Bereitstellung der Podcast-Apps: Das hinzufügen privater Podcast-URLs ist auf den einzelnen Podcast-Plattformen gefragt!

Ich bin gespannt, wie die Entwickler die App die kommenden Monate weiter ausbauen werden. Gleichzeitig bin ich schon jetzt fest davon überzeugt, dass es sich auf das Angebot der Podcast-Landschaft weltweit positiv auswirkt, dass nun ein weiterer großer Player in den Markt einsteigt und endlich seine Podcast-Applikation zur Verfügung stellt. Abzuwarten bleibt, wann genau die oben beschriebenen Features integriert werden. Sicher, bereits jetzt macht es Sinn, sich auch im medizinischen Fachkreis-Marketing mit dem Format auseinanderzusetzen und Inhalte zu generieren. Wenn dann weitere Funktionen mehr und mehr freigeschaltet werden und dazukommen, genau dann sind Sie Ihren Mitbewerbern bereits einen Schritt voraus und haben ein gutes Portfolio zu bieten, das Ihre Zielgruppe erfreuen wird.

Ich wünsche Ihnen weiterhin eine gute Woche! Wenden Sie sich bei Fragen rund um Fach- und Laien-Podcasts jederzeit gerne an mich, schauen Sie auf der Website MEDIZINPODCAST vorbei oder nutzen Sie die unten aufgeführten Kontaktmöglichkeiten.

Herzliche Grüße aus Bonn,
Ihr
Denis Wolff


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Digitales dialogorientiertes Marketing schafft Loyalität

Nach einer gestrigen Telefonkonferenz habe ich mir gedacht, dass es mal an der Zeit ist das Thema dialogorientiertes Marketing aufzugreifen und sich dazu in einem eigenen Beitrag zu äußern. Sicher, es handelt sich um keinen neuen Schuh, aber wenden Sie die Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeit auf Ihren digitalen Kanälen wirklich an? Nutzen Sie die Chancen, die Ihnen das digitale dialogorientierte Marketing bietet? Treten Sie über Ihre Website / über die Fachkreis-Website in Kontakt mit Ihrer Zielgruppe?

So definiert der Duden den Dialog – und das ist der Unterschied zwischen analog und digital

Der Duden definiert den Dialog als “Gespräch oder im weiteren Sinne auch eine schriftlich zwischen zwei oder mehreren Personen geführte Rede und Gegenrede.” Im pharmazeutischen Bereich finden wir dies vor Ort zumeist durch den Kontakt von Außendienst / Vertriebsmitarbeitern zu Verordnern, Pharmazeuten und weiteren medizinischen Fachkreisen. Während der Besuche werden Leitlinien besprochen, neue Therapiemöglichkeiten vermittelt, Studiendaten detailliert erörtert und letztlich auch die ein oder andere private Unterhaltung geführt – ganz klar und absolut legitim. Die Wechselrede zwischen den beteiligten Personen gestaltet sich mit Hilfe der “analogen” / “realen” Möglichkeiten ohne weitere Herausforderungen, sie ist schnell möglich und gelingt Personen, die extrovertierter sind, meist einfacher.

Doch wie sieht dies in Zeiten der Nutzung digitaler Kanäle aus? Wie treten Sie nun mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt, wenn von heute auf morgen kein Dialog vor Ort mehr stattfinden kann? Welche Möglichkeiten sind Ihnen gegeben, um Ihre Positionen weiterhin zu vertreten und Neuigkeiten zu vermitteln? Sicher, E-Mail-Verteiler, und die Online-Präsenz für Fachkreise haben Sie bereits vor Jahren aufwendig und kostenintensiv entwickeln lassen. Aber was bieten Sie darüber hinaus für Möglichkeiten, damit die jeweilige Zielgruppe mit Ihrem Unternehmen in Kontakt treten kann?

Das digitale dialogorientierte Marketing unterstützt Sie in Ihrer Kommunikation und zahlt sich positiv auf Ihre Marketing-Aktivitäten aus. Warum? Weil Sie dadurch die Möglichkeit schaffen, auf der einen Seite die Loyalität weiter zu steigern; und auf der anderen Seite ebenso Vertrauen aufzubauen. Die dialogorientierten Maßnahmen helfen Ihrer Zielgruppe, sich bei Fragen, Kritik und Anmerkungen direkt an Sie bzw. an Ihr Team zu wenden. Es ist daher in meinen Augen fatal und der absolut falsche Schritt, die Marketingaktivitäten nach der Produktion von aufwendigen Videos oder Podcasts herunterzufahren bzw. sich darüber glücklich zu zeigen, dass ein gut recherchierter und endlich freigegebener Texinhalt der Zielgruppe zur Verfügung gestellt wird. Denken Sie weiter und überlegen Sie sich: Wie kann die jeweilige Persona nun interagieren? Wie kann sie mit mir über die digitalen Wege Kontakt aufnehmen? Wie biete ich meiner Zielgruppe einen Rückkanal? Welcher eignet sich am besten?

Dialog statt Monolog – integrieren Sie Rückkanäle

Ich möchte Ihnen drei Beispiele geben, mit Hilfe derer Sie die Möglichkeit zur Verfügung stellen, dass man mit Ihnen in Kontakt tritt:

Möglichkeit 1: Integration eines Kontaktformulars
Bekannt und doch so selten genutzt sind Kontaktforumlare. Wer unter seinem Beitrag keine öffentlichen Diskussionen führen, der Zielgruppe aber trotzdem noch die Möglichkeit zu Verfügung stellen möchte, für den eignet sich die Integration des Kontaktformulars. “Ich habe einen Artikel gelesen bzw. ein gutes Video gesehen, doch es ergeben sich noch ein paar Fragen. An wen kann ich mich nun wenden?”

Überlegen Sie sich, was in einem solchen Fall getan werden kann. Denken Sie darüber nach, ob es womöglich eine Lösung sein kann, dass der Außendienst-Mitarbeiter schnell über ein Auswahlmenü angesprochen werden kann und die Zielgruppe so mit ihm in Kontakt treten kann. Oder sie überlegen sich, wie Sie Fragen intern beantworten können. Für was Sie sich auch entschieden, die Integration einer Kontaktmöglichkeit unter jedem Beitrag kann Gold wert sein!

Möglichkeit 2: Chats
Zeitaufwendig, herausfordernd aber effektiv. Und dabei rede ich nicht von Chatbots oder anderen Möglichkeiten. Wenn Sie sich für eine Chat-Integration entscheiden, dann stellen Sie die notwendigen Ressourcen zur Verfügung. So bieten Sie einen deutlichen Mehrwert und haben Chancen, die Mitbewerber aktuell zumeist nicht nutzen.

Möglichkeit 3: Der altbekannte Anrufbeantworter – virtuell integriert
Es mag witzig, ja schon fast lächerlich klingen. Aber warum nutzen Sie nicht genau die Kanäle, die uns allen seit Jahrzehnten bekannt sind? Bekanntes wird oftmals nicht verwendet, funktioniert aber in der Kommunikation hervorragend. Überlegen Sie sich also, ob Fragen, Anregungen und weitere Themen nicht mit Hilfe eines virtuellen Anrufbeantworters abgefragt werden können. In wenigen Sekunden kann Ihre Zielgruppe Kontakt zu Ihnen aufnehmen – nahezu jederzeit! Sobald der Anruf getätigt wurde werden Sie automatisch über die Anfrage informiert, können diese intern weiterleiten, zum Beispiel zum zuständigen Außendienst-Mitarbeiter, und dieser kann sich umgehend damit beschäftigen.

Quintessenz und Datenschutz

Das digitale dialogorientierte Marketing bietet Ihnen unzählige Möglichkeiten. Chancen, die bisher sehr, sehr wenig genutzt werden und im Endeffekt auf der Straße liegen bleiben. Niemand bückt sich, niemand ist bereit den ersten Schritt zu machen und etwas weiter zu denken. Stattdessen wird täglich darüber diskutiert, welche Botschaft denn nun im Video wie verpackt werden kann, damit sie durch die Freigabe geht. Integrieren Sie Ihre Zielgruppe in Ihre publizierten Inhalte. Bieten Sie Dialoge an, führen Sie Mittel ein, um gemeinsam kommunizieren zu können. Auch aus datenschutzrechtlicher Sicht ist dies im Jahr 2020 ohne Probleme möglich. Wir haben zahlreiche Anbieter in Deutschland, die Services zur Verfügung stellen und die sich hervorragend in Ihren Marketingmix integrieren lassen – und die Server stehen selbstverständlich in Deutschland. Beschäftigen Sie sich die kommenden Tage einmal mit dem Thema digitales dialogorientiertes Marketing und lassen Sie es sich durch den Kopf gehen…

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Überlegungen! Haben Sie eine gute Woche während der aktuellen Home Office Tage,

Ihr
Denis Wolff


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Digitale Pressekonferenz: Chancen durch interaktive Dialogkommunikation

Die vergangenen Tage und Wochen wurden unzählige Veranstaltungen in der Medizin- und Gesundheitsbranche abgesagt bzw. verschoben: Symposien, Kongresse, Fortbildungen und Pressekonferenzen. Um Letzteres und welche Möglichkeiten es gibt, seine Botschaften trotzdem auf innovative Weise zu kommunizieren, geht es in diesem Leitartikel.

Der Außendienst besucht keinen Arzt, Fachjournalisten keine Pressekonferenz

Wie lange Home Office Regelungen gelten, Kongresse abgesagt werden und keine PKs stattfinden, weiß bisher niemand. Doch es steht fest, dass die digitalen Veranstaltungen in Zukunft von größerer Bedeutung sein werden, als dies bis dato der Fall war. Sicher, nach wie vor ist es wichtig, sich unter vier Augen auszutauschen, miteinander in ein persönliches Gespräch zu kommen und sich vor Ort zu treffen. Doch die digitalen Medien bieten spannende Möglichkeiten, seine Nachrichten auch dann zu übermitteln, wenn eine Person nicht an der Pressekonferenz teilnehmen kann.

Planen Sie eine digitale Pressekonferenz, so sind viele Dinge zu beachten. Im Video habe ich für Sie einige Ratschläge zusammengetragen. Tipps und Insights, die sowohl für das Marketing, als auch für die Kommunikations-Einheiten relevant sind.

Ratschlag 1: Passwortgeschützte Login-Masken vs. öffentliche Bereiche

Aufgrund des Heilmittel-Werbe-Gesetzes (HWG) kann es notwendig sein, dass Sie Ihre Inhalte mit einer Barriere, einem Passwort, schützen. Doch auch darüber hinaus kann es der richtige Schritt sein, dass Sie die Pressekonferenz nicht öffentlich zugäugig machen und Ihre Inhalte nur einem exklusiven Publikum zur Verfügung stellen. Wägen Sie dies in Ihrer Planung ab und überlegen Sie, wie eine Login-Maske aufgebaut sein muss, damit sich teilnehmende Fachmedien-Vertreter schnell und einfach einloggen können. Wer bereits beim Login genervt ist und diesen als schwergängig empfindet, hat auf die Pressekonferenz bereits keine Lust mehr!

Ratschlag 2: Spannung und Aufmerksamkeit

Ist es sinnvoll, eine Pressekonferenz über 90 oder sogar 120min als Videostream durchzuführen? Haben Sie genug Inhalte, um die Aufmerksamkeit bzw. die Spannung über de gesamten Zeitraum aufrecht halten zu können? Achten Sie darauf, dass Sie die Aufmerksamkeit Ihrer User nicht verlieren. Planen Sie Ihre digitale Pressekonferenz so, dass Sie Ihre Zuschauerinnen und Zuschauer nicht verlieren, dass diese nicht andere Tabs öffnen oder zwischendurch am Smartphone spielen. Dies ist der wichtigste Punkt in Ihrer Planung!

Ratschlag 3: Dialog und Interaktion

Die Kommunikation eines Videos als Monolog ist für Ihre Nutzerinnen und Nutzer langweilig. Sehr schnell werden die User besseres zu erledigen haben und folgen den Rednerinnen und Rednern nicht mehr. Neben der Präsentation von PowerPoint-Folien ist es daher wichtig, dass Sie auch interaktive Elemente einbauen: eine kurze Umfrage, ein Quiz, die Abfrage eines Stimmungsbildes – geben Sie Ihren Teilnehmern die Möglichkeit, mit den Referenten zu kommunizieren. Chats können eine ebenso sinnvolle Möglichkeit sein, um Fragen direkt zu erörtern. Gehen Sie auf diese online ein, überlegen Sie sich bereits bei der Planung, welche Fragen womöglich von den Fachmedien gestellt werden könnten und planen Sie Ihre digitale Pressekonferenz dialogorientiert.

Weitere Ratschläge in der Kurzzusammenfassung:

  • Bauen Sie eine Seite, auf der Ihre Nutzer alle Inhalte gebündelt finden; verzichten Sie auf Untermenüs
  • Sichern Sie den Videoplayer so, dass Inhalte ggf. nicht heruntergeladen oder auf einer anderen Website eingebunden werden können
  • Passen Sie die PK an Ihre Corporate Identity an
  • Schicken Sie nach der Pressekonferenz noch einmal eine weitere Info-Mail an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Binden Sie hier Download-Inhalte ein oder stellen Sie diese auf der Website der Pressekonferenz zur Verfügung (Leitlinien, Zitate, Presseinformationen, Bilder etc.)
  • Beschäftigen Sie sich frühzeitig mit dem Thema der Freigabe: was muss freigegeben werden, wie verfährt Ihr Unternehmen mit einem Livestream?
  • Kann es sinnvoll sein, Daten zu erheben und diese anonymisierten auszuwerten? Können Sie mit Hilfe digitaler Pressekonferenzen Ihre Zielgruppe näher kennenlernen, Ihre Wünsche verstehen und so auf diese eingehen?
  • Finden Sie Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sowohl zu Ihnen, als auch zu dem Format der digitalen Pressekonferenz passen

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Überlegungen! Haben Sie eine gute Woche und genießen Sie die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings – im Garten oder auf dem Balkon,

Ihr
Denis Wolff


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YouTube Marketing und Videomarketing – Ratschläge für die Ansprache medizinischer Fachkreise

Die Zielgruppe der medizinischen Fachkreise wird digitaler. Deutschlands Verordner werden jünger, ältere Fachkreise gehen langsam in den Ruhestand; ganz klar, dies gilt für die gesamte Generation der “Baby Boomer”. Um die medizinischen Fachkreise zu erreichen und Ihre Botschaften zu transportieren, können Videos eine sinnvolle Möglichkeit sein. Doch neben der Produktion sollten Sie sich mit dem Thema YouTube Marketing und Video Marketing im Ganzen beschäftigen. Um Ihnen dies zu erleichtern, lesen Sie in diesem Beitrag drei Ratschläge, wie Sie die medizinischen Fachkreise besser erreichen können.

Ratschlag 1: Definieren Sie Ihre Zielgruppe und die Art der Inhalte

Im Gegensatz zu anderen Branchen profitieren Sie in Ihrer Position deutlich: Denn die Zielgruppe, die Sie erreichen möchten, ist Ihnen als erfahrene Produktmanagerin bzw. als erfahrener Produktmanager mehr als bekannt. Sie kennen die Bedürfnisse der Verordner und wissen, auf welche Weise Sie Ihre Botschaften bei den Empfängern platzieren können. Ist dies nicht der Fall, so machen Sie sich hierzu Gedanken und überlegen Sie sich anhand sogenannter “Buyer Personas”, wer Ihr Kunde ist und wie Sie ihn / sie erreichen können.

Die Art der Inhalte sollten so ausgerichtet sein, dass Sie selbstverständlich mit dem Heilmittelwerbegesetz vereinbart werden können. Produktnamen und Wirkstoffe haben auf YouTube im Bereich verschreibungspflichtiger Arzneimittel nichts verloren. Und trotzdem kann YouTube durchaus interessant sein, wenn Sie Ihre Zielgruppe erreichen möchten. Nicht immer ist es sinnvoll einen Passwortschutz zu integrieren. Denn es ist eine Barriere, vor der medizinische Fachkreise, so wie jeder von uns, zurückschrecken. Die Abbruchquote / Absprungrate kann hierdurch deutlich erhöht werden!

Ratschlag 2: Art der Produktion

Wie im Fernsehen, so gibt es auch in der Produktion Ihrer Videos zahlreiche Arten zu unterscheiden. Manchmal kann es sinnvoll sein, wenn Sie ein Interview mit einem medizinischen Experten führen, in anderen Fällen kann ein Mitschnitt eines Symposiums wichtige Botschaften übermitteln. Und auch ein Erklärfilm kann dazu nützlich sein, Ihre Zielgruppe zu erreichen. Überlegen Sie sich daher, wie die Art der Produktion aussehen soll.

  • Erklärfilm
  • Interview
  • Patientengeschichte
  • Indikationsbezogene News…

Videos sind insbesondere dafür geeignet, neben der Übermittlung von Wissen, auch Emotionen weiterzureichen. Kunden kaufen, wenn Emotionen Sie zu einer Entscheidung lenken. Emotionen sind daher von besonderer Bedeutung! Informieren Sie sich bei Bedarf auch über Ansätze aus dem Bereich Neuromarketing.

Ratschlag 3: Veröffentlichung, Verbreitung, Reichweite

Die beste Produktion und das höchste Budget ergeben keinen Sinn, wenn Sie sich nicht bereits zu Beginn Gedanken über die Distribution Ihrer Inhalte gemacht haben. Sowohl im öffentlichen Bereich, als auch in Ihrem passwortgeschützten Bereich für Fachkreise bzw. auf bekannten Online-Plattformen gibt es zahlreiche Parameter, die zu beachten sind. Informieren Sie sich hierzu gerne weiter im Video – wichtige Infos dazu sind im letzten Drittel zusammengefasst.

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Überlegungen! Haben Sie eine gute Restwoche und genießen Sie das Wochenende,

Ihr
Denis Wolff


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Spotify für Medizinische Fachkreise – auch Ärzte hören Podcasts

Spotify ist mehr als ein bloßes Musik-Streaming-Portal. Über Spotify können auch Sie Ihre Botschaften kommunizieren und die Zielgruppe der medizinischen Fachkreise erreichen. Mit Hilfe von Podcasts übermitteln Sie Inhalte in der Freizeit. Dann, wenn Ihre Zielgruppe im Auto sitzt, am Putzen ist, in der Küche kocht und, und, und… Spotify bietet die Möglichkeit sich der Gruppe der medizinischen Fachkreise hinzuwenden und Ihre Mitteilungen auditiv zu verkünden.

Spotify in der Kurzvorstellung – über den Dienst

Kurz und knapp möchte ich Ihnen an dieser Stelle einfach mal ein paar Fakten zu Spotify niederschreiben. Das Unternehmen wurde im Jahr 2006 in Schweden gegründet und zählt inzwischen zu den größten Musik-Streaming-Plattformen der Welt. Die Services stehen in mehr als 80 Ländern zur Verfügung. Unterschieden werden muss bei Spotify zwischen der kostenfreien Variante und dem Modell, für das User Geld bezahlen. Die Freemium Version steht jedem Interessierten zur Verfügung. Über Werbeeinblendungen von mehreren Sekunden zwischen zwei Medieninhalten finanziert sich der Service für die Kundengruppe der “preisbewussten” Hörerinnen und Hörer. Die Premium Version hingegen kostet dementsprechend Geld, enthält keine Werbung, User können Medieninhalte herunterladen, auf dem Endgerät speichern und weiteres. Das Unternehmen hat es geschafft mit seinem Angebot mehr als 270 Millionen monatlich aktive User auf seiner Plattform zu verzeichnen; die Tendenz ging die vergangenen Jahre durchweg stets nach oben. Zur Verfügung steht der Service auf PCs, Notebooks, Tablets und Apps. Über die jeweilige Spotify-App können User die Inhalte mit wenigen Klicks konsumieren – sowohl Musiktitel, als auch Videoinhalte, Hörbücher und Podcasts.

Ja, auch Ärzte sind medienaffin – Auditive Informationen für med. Fachkreise

Sicher, es ist schön, wenn man ein Produkt in der Hand hält oder eine Informationsbroschüre ausgedruckt durchblättern kann. Aber ebenso schön ist es auch, wenn Sie Inhalte zur Verfügung stellen, die Ihre Zielgruppe digital konsumieren kann. Und eben hierzu gehören im Jahr 2020 auch Podcasts. In Deutschland haben knapp 400.000 Ärzte, davon ca. 120.000 im niedergelassenen Bereich. Der Anteil dieser praktizierenden medizinischen Fachkreise liegt im Alter bis 49 Jahre bei ca. 42%, 28% der Gruppe sind im Alter von 50 bis 59 Jahren. Insgesamt haben wir es also mit einer Gruppe von 70% zu tun, für die Spotify sicher kein Fremdwort mehr ist und die das Wort “Podcast” in den vergangenen Monaten zumindest gehört haben, wenn nicht sogar schon sogar aktiv streamen.

HWG-konform auf Spotify

Haben wir es mit Rx-Produkten zu tun, so sind der Kommunikation im öffentlichen Bereich Riegel vorgeschoben. Damit wir hier nicht mit dem Gesetzgeber und Mitbewerbern auf Konfrontationskurs gehen, ist die erste und sowieso bekannte Regel, dass wir keine Produkt- und Wirkstoffnamen aussprechen. Wenn Sie jetzt denken, dass die Plattform dementsprechend bereits aus dem Kommunikations-Mix gestiegen werden muss, dann haben falsch gedacht. Nein, genau deshalb sind Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts und Co. attraktiv. Sie erreichen die Zuhörerinnen und Zuhörer nämlich in der Freizeit. Sprechen sie auf den Portalen nicht über Ihre Inhalte und stellen Ihre Botschaften nicht zur Verfügung, so verschenken Sie Potenzial. Durch die etablierten Streaming-Anbieter und Podcast-Integrationen haben Sie auch in der Freizeit Zugriff auf Ihre Zielgruppe. Daher fünf Möglichkeiten der Ansprache:

  • Interviews und Gespräche mit Fachwissen
  • Vorträge und Symposien mit Zusatzinformationen
  • Diskussionen über Leitlinien
  • Produktneueinführungen
  • Indikationsbezogene Nachrichten

Insbesondere den fünften Punkt, die integrationsbezogenen Nachrichten, halte ich für sehr interessant und frage mich Tag für Tag, warum Unternehmen hier nicht viel, viel mehr Leisten und in diese Richtung denken. Wir haben es hier mit einem unheimliche Potenzial zu tun, das auf der Straße liegt. Es muss sich nur endlich jemand einmal bücken und nicht immer und immer wieder daran vorbeilaufen. Und glauben Sie mir, so ein Podcast ist sicher schneller produziert als die Videos, die Sie bisher beauftragt haben und die leider (unverständlicherweise) wochen- oder sogar monatelang in der Freigabeschleife festhängen.

Weiterführende Informationen auf Ihrer eigenen Fachkreis-Website

Lenken Sie Ihre Zuhörerinnen und Zuhörer vom Podcast auf Ihre Website. Bieten Sie der Zielgruppe Mehrwert, den Sie auf einem anderen Kanal zur Verfügung stellen. Schaffen Sie mit Hilfe des Podcasts einen weiteren Baustein in Ihrem Kommunikations-Mix. Sicher, dies ist mit etwas Arbeit verbunden und auch hierfür muss man sich Zeit nehmen. Doch Sie haben die Möglichkeit ein Produkt zu schaffen, das von Ihren Mitbewerbern bisher noch nicht verwendet wird. Das Medium Podcast eignet sich daher meiner Meinung nach ideal, um Botschaften auditiv zu kommunizieren und um nun in der Freizeit, beim Spaziergang alleine zur Arbeit, oder in der Bahn, wichtige Informationen zu übermitteln.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Start in die neue Woche, gute Überlegungen und natürlich eine schöne Karnevals-Zeit. Bis kommende Woche und viele Grüße aus dem jecken Bonn,
Ihr
Denis Wolff


Schreiben Sie mir Ihre Meinung gerne via E-Mail, kontaktieren Sie mich telefonisch, schicken Sie mir eine Anfrage bei Xing oder sprechen Sie mich auf einem der kommenden Fach-Kongresse an. Ich freue mich über den Austausch sowie über spannende Projekte und Zusammenarbeiten!

Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) und Gesundheitsanwendungen: Patienten, Industrie, Kassen und Ärzte im Wandel

Das Digitale-Versorgung-Gesetz (kurz DVG) hat das Ziel, Deutschland in den Bereichen Gesundheit und Medizin für die kommenden Jahrzehnte fit zu machen. Es soll die Akteure der Gesundheitsversorgung auf ein neues Level bringen. Apotheken, Krankenhäuser und Arztpraxen sind nur ein Auszug der Einrichtungen, die die Auswirkungen des Digitale-Versorgung-Gesetz von Anfang an betreffen wird. Für uns bedeutet dies, dass sich ab diesem Jahr Chancen, Herausforderungen und neue Perspektiven eröffnen. Doch auch Fragen und Unklarheiten gibt es natürlich zu Hauf, ganz klar und absolut normal. Schließlich entwickelt sich alles Step-by-Step und kann nicht von Anfang an zu 100% funktionieren. Doch wenn Sie mich fragen, so ist es der absolut richtige Schritt, den Jens Spahn geht. Im Folgenden gebe ich eine kurze Zusammenfassung über die Fortschritte, welche Bereiche Auswirkungen spüren und wie wir am Ende alle davon profitieren können. 

Was bedeutet Digitale-Versorgung-Gesetz? Lassen Sie mich damit beginnen. Vereinfacht gesagt ist es ein Gesetz, dass eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation bewirken soll. Die Bundesregierung möchte den Digitalisierungsprozess im deutschen Gesundheitswesen weiter vorantreiben. Hierzu lassen sich im Gesetz drei Schwerpunkte ausmachen, die die digitalen Innovationen im Gesundheitswesen fördern und die Vernetzung der Akteure voranbringen.

Schwerpunkt 1 – Erweiterung der Telematikinfrastruktur (TI):

Wir alle kennen es. Bei Beschwerden gehen wir zum Arzt. Haben wir einen Hautausschlag oder benötigen wir ein Rezept, so gehen wir zu unserem (Fach)Arzt und lassen uns vor Ort untersuchen. Mit dem gestellten Befund und ggf. einem Rezept können wir anschließend in die Apotheke gehen und erhalten das (verschreibungspflichtige) Medikamente. Durch die Erweiterung der Telematikinfrastruktur wird sich dies ändern. Natürlich können wir, wie gewohnt, zum Arzt gehen und uns vor Ort untersuchen lassen. Zusätzlich ist es in Zukunft aber auch möglich, dass wir eine Videosprechstunde mit unserem Arzt vereinbaren und zum Beispiel via Videochat miteinander sprechen. Wird ein Befund gestellt, so muss das Rezept auch nicht mehr beim Arzt abgeholt werden. Durch die Telematikinfrastruktur wird es möglich sein, dass wir digitale Rezepte, das sogenannte E-Rezept, digital übermittelt bekommen können und es mit Hilfe unseres Smartphones / Tablets / Computers in einer Apotheke einlösen können. Die Apotheke kann dabei sowohl vor Ort sein oder Sie entscheiden sich für eine Online-Apotheke, die Ihr E-Rezept entgegennimmt und Ihnen das benötigte Arzneimittel zustellt. 

Die Erweiterung der Telematikinfrastruktur wird für Arztpraxen und Apotheken gelten, aber auch für Krankenhäuser. Sie alle müssen sich an die TI anschließen lassen:

  • Arztpraxen sollen bis März 2020 einen Anschluss an die TI erhalten haben
  • Apotheken haben bis zum 01.09.2020 Zeit, sich an die TI anzuschließen
  • Krankenhäuser müssen sich bis zum 01.01.2021 angeschlossen haben

Weigern sich Ärzte einen Anschluss an die Telematikinfrastruktur in ihrer Praxis zu gewährleisten, so hat der Gesetzgeber auch hierfür eine Lösung geschaffen: es drohen Honorarkürzungen von ungefähr 2,5%. Hebammen, Physiotherapeuten, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen können sich freiwillig an die TI anschließen lassen – die Kosten werden erstattet. Möchten Sie sich tiefgründiger über die Telematikinfrastruktur informieren, so empfehle ich Ihnen den hier aufgeführten Link. 


Schwerpunkt 2 – Erstattung digitaler Gesundheitsanwendungen

Bisher haben Krankenkassen den Aufenthalt im Krankenhaus, Medikamente, Rehabilitationen, Hilfsmittel und mehr erstattet. In Zukunft erweitert sich das Feld der Erstattungen um digitale Anwendungen. Sie können von einem Arzt also nicht mehr nur ein Medikament verschieben bekommen, sondern auch eine App oder eine andere Anwendung, die Sie auf Ihrem digitalen Endgerät installieren. Es gibt Studien, die bereits zeigen, dass sich der Einsatz von digitalen Anwendungen positiv auf Ihre Therapie, also positiv auf Ihre Genesung auswirken kann. Und genau hierum geht es bei der Erstattung digitaler Gesundheitsanwendungen. Patienten sollen von den Möglichkeiten profitieren.

Wann genau eine digitale Gesundheitsanwendung von der Krankenkasse erstattet wird und wann sie ein Arzt verschreiben kann, das ist noch nicht so ganz klar. Die digitale Gesundheitsanwendung wird im ersten Jahr komplett von der Krankenkasse erstattet werden können. Während dieses Zeitraums müssen Studien nachweisen (einzureichen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfArM), dass sich mit Hilfe der Anwendung Therapieerfolge erzielen lassen. Anschließend werden die Entwickler mit dem GKV-Spitzenverband aushandeln, in welcher Höhe die Erstattung in Zukunft erfolgen wird.

Und noch ein interessanter Aspekt: wie werden die Anwendungen in Zukunft beim Arzt vorgestellt und woher soll der Arzt wissen, was es an Anwendungen auf dem Markt gibt?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es daher Außendienste geben, die die digitalen Anwendungen bei Ärzten vorstellen. Außendienst-Mitarbeiter werden also nicht mehr über Arzneimittel sprechen, sondern sich auch um Termine schlagen, um die Vorteile einer App gegenüber dem Arzt zu kommunizieren. Ring frei!


Schwerpunkt 3 – Die elektronischen Patientenakte (ePA)

Die elektronische Patientenakte kann meiner Meinung nach relativ einfach erklärt werden. Befunde, Diagnosestellungen, Röntgenaufnahmen usw. lassen sich in einer Datei speichern, die Ihnen zur Verfügung steht und in die Sie Einblick haben. Krankenkassen müssen ihren Versicherten dazu spätestens ab dem 01. Januar 2020 eine Möglichkeit anbieten. Als Patient habe ich dann darauf Anspruch, dass mein Arzt (in der Praxis oder im Krankenhaus) die Daten auch in die ePA einträgt. Für den „Aufwand“ erhält der Arzt anschließend eine Vergütung.

Sicher gibt es noch weitere Maßnahmen (Schaffung eines Forschungsdatenzentrums, Fortführung des Innovationsfonds und mehr), die durch das Digitale-Versorgung-Gesetz geschaffen werden. So werden letztlich auch Verwaltungsprozesse einfacher. Und nachdem das elektronische Rezept im ersten Schritt nur in Apotheken eingelöst werden kann, wird dies hoffentlich zeitnah auch in Sanitätshäusern bzw. im Bereich der elektronische Heil- und Hilfsmittelverordnung möglich sein.


Außen hui – und Innen?

Die Möglichkeiten, die sich für alle Akteure durch das Digitale-Versorgung-Gesetz ergeben, scheinen enorm. Es ist der richtige Schritt. Ein Schritt, der nun zum Glück endlich gegangen wird. Viele Unklarheiten werden die nächsten Monate immer und immer wieder aufkommen. Bei Krankenkassen, bei Ärzten, in Kliniken und natürlich auch bei Patienten. Mit der Zeit werden wir lernen, das System mehr und mehr zu verstehen und entsprechend auch die Vorteile für uns zu nutzen, die sich durch das Gesetz ergeben. Ob der Datenschutz durch die Telematikinfrastruktur jederzeit gewährleistet sein wird, auch dies werden wir sehen. Aber bedenken Sie beim Thema Datenschutz auch: gehe ich heute in eine Arztpraxis und werde in das Behandlungszimmer gerufen, so sehe ich hier noch die ausgedruckte Patientenakte des zuvor behandelten Patienten mit Name, Geburtsdatum, Versicherung, Einstellung der Medikation usw. Es gibt also immer Optimierungsbedarf – jederzeit, egal ob digital und analog. 

Ich begrüße das Digitale-Versorgung-Gesetz und freue mich als Patient davon zu profitieren. Gleichzeitig frage ich mich aber auch, wie sich dies auf die Krankenkassenbeiträge auswirken wird. Werden Sie die noch weiter steigen? Erst jetzt, vor wenigen Wochen, haben die meisten Krankenversicherungen Ihre Beiträge erhöht. Doch am Ende muss irgendjemand letztlich die digitale Anwendung bezahlen, die nun auch verschrieben werden kann. Hier wird es sehr spannend. Krankenkassen haben bereits signalisiert, dass das Thema nicht leicht abzuhandeln ist und dass es hier sicher noch einige Drehungen und Wendungen geben kann.

Herzliche Grüße aus Bonn, erfolgreiche Überlegungen und einen guten Start ins Wochenende,
Ihr
Denis Wolff


Schreiben Sie mir Ihre Meinung gerne via E-Mail, kontaktieren Sie mich telefonisch, schicken Sie mir eine Anfrage bei Xing oder sprechen Sie mich auf einem der kommenden Fach-Kongresse an. Ich freue mich über den Austausch sowie über spannende Projekte und Zusammenarbeiten!

Chancen durch YouTube: Kommunikation mit Patienten

YouTube ist das größte Videoportal der Welt. Die Plattform zählt zu den beliebtesten Social Media Diensten Deutschlands. Doch kennen Sie auch die größten Suchmaschinen der Welt? Was meinen Sie, welche Suchmaschinen und Anbieter von Suchmaschinen-Funktionen sind die Größten? Ganz klar: es sind die Algorithmen von YouTube, Google (beide gehören zum Alphabet Konzern) und Amazon – ja, auch Amazon kann mit seinen Funktionen als Suchmaschine angesehen werden und wird immer interessanter. Aber lassen Sie uns heute bei YouTube bleiben. Ich habe Ihnen fünf Tipps mitgebracht, die Sie bei Ihrer Planung des Kanalaufbaus beachten sollten.

Als YouTube im Jahr 2005 gegründet wurde, hatten Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim sicher eine Vision. Dass diese aber einmal in einem solchen Ausmaß Wirklichkeit werden würde, damit hatten die drei wahrscheinlich erst einmal nicht gerechnet. Über die letzten 15 Jahre sind Videos in unserem Alltag immer wichtiger geworden. So wichtig, dass der TV-Konsum drastisch abgenommen hat und es nichts Neues mehr ist, dass immer weniger Personen das Fernsehprogramm aktiv einschalten. Die Fernsehindustrie, Produktionsstätten und Vermarktungshäuser von Werbeminuten stehen hier vor gewaltigen Aufgaben. Kurze Videos, Inhalte speziell auf meine Anforderungen zugeschnitten – das ist es, was Nutzer suchen und konsumieren möchten.

YouTube – mehr als Entertainment

Wer YouTube als ein Medium ansieht, bei dem es ausschließlich um Bespaßung und Zeitvertreib geht, der ist, so hart es an dieser Stelle auch klingen mag, wohl im Jahr 2010 stehengeblieben. Über YouTube lassen sich inzwischen auch hochwertig produzierte Inhalte ausspielen. Produktionen mit großen Etats, speziell für YouTube erstellt. Und: auf der Plattform wird Wissen vermittelt. Entertainment spielt zwar eine Rolle und ist für das Bestehen und das weitere Wachstum der Plattform essentiell (vgl. die Bereiche Gaming, Technik etc.); Informationen sind aber ein sehr großer Bestandteil, den Nutzer täglich konsumieren und die Inhalte nicht mehr missen möchten. Dies haben inzwischen auch ARD, ZDF, WDR, SWR und Co. verstanden. Die öffentlich rechtlichen Anstalten betreiben eigene Channels und stellen Nachrichten, Dokumentationen, Reportagen und vieles mehr zur Verfügung.

Kanäle, die sich mit “Wissen” beschäftigen, haben alleine in Deutschland zum Teil mehr als 800.000 Follower (vgl. Dinge Erklärt – Kurzgesagt). Fitness und Ernährung sind Themen, die hierzulande eine große Beliebtheit erlangt haben. Und der Thematik “Gesundheit” widmete sich Dr. Wimmer bereits vor einigen Jahren. Er produzierte sie in Hamburg, stellte sie auf YouTube online und baute sich eine eigene Community auf. Inzwischen ist der Arzt auf zahlreichen anderen Kanälen zu sehen und widmet sich hier in kurzen Blöcken Fragestellungen, die Betroffene interessieren könnten. Einige andere “Gesundheits-Kanäle” haben sich die vergangenen Jahre ebenso an YouTube versucht. Doch hat das bisher wirklich funktioniert? Zum Teil ja, zum anderen Teil nein. Und genau das ist schade. Mal wieder sehen wir, dass wir uns im Bereich der Gesundheitskommunikation fünf Jahre weiter hinten befinden. Fünf Jahre in Verzug. Und eben dies muss nicht weiterhin so sein! Daher möchte ich Ihnen an dieser Stelle einmal fünf Ratschläge mit auf den Weg geben, die Sie in Ihrer täglichen Arbeit unterstützen sollen. Sehen Sie die Punkte als Inspiration und machen Sie sich am besten eigene Notizen zu den jeweiligen Punkten.

YouTube als Chance für die Kommunikation mit Patienten – 5 Tipps

Tipp Nummer 1: Definieren Sie Ihre Ziele und Ihre Strategie

Eine der größten Herausforderungen besteht darin, sich bereits vor Produktionsbeginn darüber im Klaren zu sein, welche Ziele Sie mit der Produktion und der Veröffentlichung verfolgen. Machen Sie sich Gedanken, wen Sie erreichen möchten. Handelt es sich ausschließlich um Betroffene? Sollen auch Angehörige oder zusätzlich Gesundheitsinteressierte erreicht werden? Um welches Produktionsform soll es sich handeln? Auch hier gibt es unzählige Arten der Umsetzung. Interview-Situationen, in denen ausschließlich der Patient zu sehen ist, Gespräche mit Einblendungen des Moderators, Interviews zwischen einem Arzt und einem Patienten, Vorstellungen von Selbsthilfegruppen, animierte Erklärvideos in 2D oder 3D, der Einsatz eines Green-Screens usw. Nicht zuletzt sollten Sie daran denken, dass Ihre Überlegungen für das Projekt in ein und dieselbe Richtung gehen – das heißt: bleiben Sie erst einmal bei einem Stil – bei einer Bildsprache. Werfen Sie nicht alles durcheinander, sondern konzentrieren Sie sich auf eine Richtung. Für Besucher, die sich näher mit Ihrem Kanal beschäftigen ist der Wiedererkennungswert besonders bedeutend. Und dies geling Ihnen nur, wenn Sie sich bereits frühzeitig mit eben diesen oben beschriebenen Fragen auseinanderzusetzen.

Tipp Nummer 2: Der Zeitplan ist entscheidend

Immer wieder erlebe ich bei Produktionen, dass der Zeitplan nur sehr schwer eingehalten werden kann. Hierbei spreche ich vom Zeitplan der Neuveröffentlichungen. Das liegt auf der einen Seite an den Freigabeprozessen, durch die man viel Potenzial verliert. Anderseits aber auch insbesondere daran, dass eine Produktion beauftragt wird, sich danach aber erst einmal nichts mehr weiter auf dem Kanal tut. Komme ich als Nutzer aber auf YouTube und stoße auf Ihren Kanal, so möchte ich nicht nur zwei, drei oder vier Videos sehen, sondern mich möglichst umfassend über das Thema erkundigen. Sind also nur wenige Inhalte vorhanden, so springen Nutzerinnen und Nutzer schnell ab und landen womöglich bei einem Ihrer Mitbewerber, um sich dort weiter zu informieren. Hat dieser nun eine Antwort auf genau die Frage, die den Patienten interessiert, so haben Sie leider den Kürzeren gezogen. Es ist also wichtig, dass Sie sich bei der Frage des Zeitplans Gedanken machen, wie viele Produktionen Sie planen und wann diese veröffentlicht werden.

Der Algorithmus von YouTube ist daran interessiert, dass Sie natürlich möglichst häufig neue Inhalte veröffentlichen. Aber bitte nicht auf einmal! Produzieren Sie Ihre Inhalte so, dass sie zum Beispiel wöchentlich auf Ihrem Kanal erscheinen. Sorgen Sie dafür, dass eine Regelmäßigkeit zu erkennen ist und der Algorithmus merkt, dass Sie immer und immer wieder für neue Inhalte auf der Plattform sorgen -am besten immer zum gleichen Zeitpunkt. Gerade hier lassen sich bereits einige Fehler vermeiden.

Tipp Nummer 3: Der richtige Kanalaufbau

Haben Sie sich nähere Gedanken über die Strategie gemacht, so geht es nun um den Kanalaufbau. Hier geht es darum, dass Sie den Kanal idealerweise an Ihre bereits vorhandene Corporate Identity anpassen. Eine Idee, die möglich ist, aber nicht immer gewählt werden muss. Dies hängt natürlich von Ihrer Strategie ab. Zeigen Sie YouTube und Ihrer Zielgruppe, dass Sie sich Gedanken über den Aufbau des Kanals machen: erstellen Sie Content zur Vorstellung des Kanals, binden Sie Ihre Website in der Infobox ein, verlinken Sie auf Ihr Impressum oder hinterlegen Sie es am besten direkt bei YouTube. Überlegen Sie sich, welches Video Kanalbesucher sehen, die zum ersten Mal auf Ihre Inhalte treffen – und welchen Content Personen ausgespielt bekommen sollen, die bereits zwei- oder mehrmals bei Ihnen zu Gast sind. Achten Sie auf: Thumbnails, Titel, Beschreibungen, Verlinkungen, Hashtags, geospezifische Einbindungen / ggf. Metadaten und weiters. Hier kommt es darauf an, dem Algorithmus möglichst die Informationen zur Verfügung zu stellen, die für einen guten Kanalaufbau wichtig sind.

Lassen Sie mich an dieser Stelle bitte noch einmal einen wichtigen Punkt aufführen: überlegen Sie sich, wie Sie als internationales Unternehmen mit dem Thema Kanalaufbau umgehen. Haben Sie spanischsprachigen, englischsprachigen und deutschen Content? Planen Sie die Veröffentlichung auf einem gemeinsamen Unternehmenskanal? Ist dies wirklich die richtige Entscheidung? Sowohl YouTube als auch Ihre Nutzer werden die Entscheidung wahrscheinlich nicht gut finden; aus einem verständlichen Grund: Interessiere ich mich als deutschprachiger User für deutsche Videos, so möchte ich auf dem Kanal nicht anderssprachigen Content, oder sogar Double Content finden. Dies kann auch für den Algorithmus und das Crawling durch Ihren Kanal schädlich sein. Versuchen Sie dies unbedingt zu vermeiden. Überlegen Sie sich, welches Vorgehen hier am besten ist und wie Sie mit dem Thema “mehrsprachige Inhalte” umgehen möchten. Auch hier gibt es Möglichkeiten, die deutlich besser geeignet sind und die Ihnen eine bessere Reichweite bringen. Machen Sie es aber von Anfang an richtig.

Tipp Nummer 4: Ausbau des Kanals

Einmal angefangen, so ist der stetige Ausbau des Kanals wichtig. Wie immer im Leben profitieren diejenigen, die sich immer und immer wieder einem Thema annehmen, neue Inhalte zur Verfügung stellen und am Ball bleiben. Zwei Videos in einem Jahr – das lohnt sich für den Aufbau eines YouTube-Kanals einfach nicht. Hier sollten Sie andere Wege gehen und die Videos anderweitig veröffentlichen. Möchten Sie einen YouTube-Kanal aufbauen und stets an Reichweite gewinnen, so gelingt Ihnen dies nur, wenn Sie langfristig denken – über einen Zeitraum von zum Beispiel zwei Jahren. Lassen Sie mich Ihnen an dieser Stelle ein Beispiel geben: Sie lesen eine Zeitung und möchten diese abonnieren. Dies machen Sie nur, wenn die Zeitung auch regelmäßig in Ihrem Briefkasten liegt und nicht nur einmal zwei Wochen, dann mal wieder in vier Wochen, dann wieder die kommende Woche darauf usw.

Achten Sie weiter darauf, dass Sie auch hier YouTube wieder möglichst viele Informationen über Ihr Video zur Verfügung stellen. Ich spreche dabei von Untertiteln, der Einbindung von Umfragen, Abspann-Inhalten usw. Nutzen Sie die Funktionen, die Ihnen eine der größten Social Media Plattformen zur Verfügung stellt. Halten Sie die Nutzer auf YouTube, lassen Sie sie möglichst nicht auf andere Websites abwandern. Denn: Je länger Ihnen dies gelingt und je mehr sich die Besucher Ihres Kanals auf YouTube bewegen, desto positiver wird Sie der Algorithmus auch bewerten. YouTube möchte als Plattform, dass User sich genau hier aufhalten – für einen möglichst langen Zeitraum – und eben nicht auf eine andere Website “verschwinden”.

Tipp Nummer 5: Ganzheitliche Planung und Einbindung von Anzeigen

Die Produktion von Videos erfordert meist höhere Budgets. Das ist ganz klar – Videoproduktionen mit mehreren Personen vor Ort und im Schnitt sind teurer als Text-Content. Aber ebenso klar ist auch, dass über das audiovisuelle Kommunikationsmedium Informationen und Emotionen besser übertragen werden können. Die Planung Ihres YouTube-Auftritts sollte ganzheitlich sein und meiner Meinung nach auch die Frage beantworten, wie Sie mit dem Thema Anzeigenschaltung und ggf. dem crossmedialen Kommunikationsmix umgehen. Denn bedenken Sie: mit Medizin- und Gesundheitsthemen können wir uns nicht mit Beauty- oder Auto-Kanälen vergleichen. Personen suchen meist erst nach Informationen, wenn Sie die Diagnose bereits durch einen Facharzt gestellt bekommen haben. Sie haben also nicht hunderttausende Klicks, sondern dürfen sich bereits über wenige hundert oder tausend Aufrufe freuen. Um die Reichweite zu steigern kann es dann sinnvoll sein, wenn Sie in Ihrem Vorgehen bereits zu Beginn Anzeigen-Budgets eingeplant haben. Meiner Meinung nach gibt es nichts schlimmeres als Content zu produzieren, diesen zu veröffentlichen und dann zu hoffen, dass sich der Rest von alleine erledigt. Gerade am Anfang ist dies nahezu unmöglich – ggf. gelingt dies, wenn Ihr Video viral geht – aber auch diese Chance ist im Gesundheitsbereich sehr schwer erreichbar. Anzeigen, das Einbetten von Videos, PR-Maßnahmen, das Teilen Ihrer Inhalte und viele weitere Faktoren sind also wichtig, damit Ihr Kanal bekannter wird. Überlegen Sie sich dies von Anfang an.

Fazit: Darum eignet sich YouTube für die Kommunikation gegenüber Patienten

YouTube bietet hervorragende Möglichkeiten, um sich als Unternehmen Patienten zuzuwenden und Fuß zu fassen. Sie sehen, dass es nicht nur auf die Produktion der Inhalte ankommt, sondern auch darauf, wie Sie mit den Videos anschließend umgehen. Lassen Sie uns gerne miteinander sprechen, wenn Sie weitere Informationen benötigen. Die einzelnen Absätze auf dieser Seite enthalten unheimlich viele Key-Facts. Ich hoffe dieser Einblick hilft Ihnen, sich dem Thema etwas anzunähern. Während der vergangenen Jahre habe ich mich mit meinem Team neben der Produktion auf den Auf- und Ausbau von YouTube-Kanälen spezialisiert. Zu 100% wird keine Agentur und kein YouTuber den Algorithmus jemals verstehen. Aber es gibt einige Dinge zu beachten, die sich positiv auf Ihren Kanal auswirken!

Herzliche Grüße aus Bonn, erfolgreiche Überlegungen und einen guten Start ins Wochenende,
Ihr
Denis Wolff


Schreiben Sie mir Ihre Meinung gerne via E-Mail, kontaktieren Sie mich telefonisch, schicken Sie mir eine Anfrage bei Xing oder sprechen Sie mich auf einem der kommenden Fach-Kongresse an. Ich freue mich über den Austausch sowie über spannende Projekte und Zusammenarbeiten!